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Ergotherapie

Die "Heilmittelrichtlinien", erstellt vom "Gemeinsamen Bundesausschuss" (Ärzte und Krankenkassen) geben einen systematischen Überblick über jene Störungen, für die Ergotherapie angesagt ist.

Freilich ist nicht jede "Diagnosegruppe" gleich häufig anzutreffen, und die Begrifflichkeit ist nicht unbedingt "Volksgut". Trotzdem wollen wir Ihnen die Inhalte nicht vorenthalten, da sie doch einen umfassenden Überblick gewähren.


Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems: 

  • SB1 Wirbelsäule (bei diversen Erkrankungen und WS-Frakturen) (Schmerz, gestörte Haltung und Bewegung)
  • SB2 Becken und Extremitäten nach Trauma, OP, Verbrennungen, Verätzungen
  • SB3 Becken und Extremitäten nach Amputationen
  • Knochen, Gelenke und Weichteile
  • SB4 Gelenkerkrankungen mit prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf
  • SB5 Gelenkerkrankungen mit prognostisch längerdauerndem Behandlungsbedarf
  • SB6 Symp. Reflexdystrophie, Sudeck´sches Syndrom, CRPS
  • SB7 Gefäße, Muskeln und Bindegewebe, insbes. Systemische Erkrankungen

Entwicklungsstörungen und Erkrankungen des Nervensystems

Erkrankungen des Nervensystems

  • EN1 ZNS-Erkrankungen und/oder
  • Entwicklungsstörungen längstens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres (Entwicklungsstörungen bei Kindern hinsichtlich Körperhaltung, -bewegung und –koordination; Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung, Kognition mit Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Psychomotorik, Handlungskompetenz)
  • EN2 ZNS-Erkrankungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres
  • EN3 Rückenmarkerkrankungen
  • EN4 Periphere Nervenläsionen

psychische Störungen

  • PS1 Geistige und psychische Störungen im Kindes- und Jungendalter (Entwicklungsstörungen wie frühkindlicher Autismus, Verhaltens- und emotionale Störungen)
  • PS2 Neurotische, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (Angst, Essen, Borderline …)
  • PS3 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen, affektive Störungen
  • PS4 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (Abhängigkeitssyndrom)
  • PS6 Organische, einschließlich symtomatischer psychischer Störungen (Dementielle Syndrome, Alzheimer im Stadium der leichten Demenz)

Alles hat System.

Ergotherapie für Kinder


Ergotherapie in der Pädiatrie hilft den Lichtern aufzugehen.

Wann ist eine ergotherapeutische Behandlung bei Kindern sinnvoll?

  • Bei Störungen des Bewegungsablaufs im Zusammenhang mit Wahrnehmungsdefiziten (Körperwahrnehmungsstörung, Koordinationsstörung, Gleichgewichtsstörung)
  • Bei Beeinträchtigung der Graphomotorik (Auge-Hand-Koordination, Feinmotorik)
  • Bei Beeinträchtigungen der kognitiven Entwicklung (visuelle Wahrnehmung, Teilleistungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen)
  • Bei Lern-, geistigen und körperlichen Behinderungen Bei Störungen in der Sozialentwicklung
    und der Kommunikationsfähigkeit


Wir bieten umfassende Leistungen für Kinder und Jugendliche mit folgenden Diagnosen an:

  • Entwicklungsstörungen und/ bzw. -Verzögerungen
  • Umschriebene Entwicklungsstörung der Motorik / Entwicklungsdyspraxie
  • Sensomotorische Wahrnehmungsstörung
  • Cerebrale Bewegungsstörungen / minimale cerebrale Bewegungsstörungen
  • AD(H)S
  • Teilleistungsstörungen (z.B. Lese-Rechtschreibschwäche, Legasthenie, Dykalkulie)
  • Neuromuskuläre Erkrankungen und Syndrome
  • Konzentrationsstörungen
  • Verhaltensstörungen
  • Autismus(spektrum)
  • Geistige und körperliche Behinderungen

Leistungen der Therapie:

  • Befunderhebung und Diagnostik
  • Training der Grobmotorik
  • Training der Feinmotorik
  • Graphomotorisches Training
  • Sensorische Integrationstherapie (SI)
  • Marburger Konzentrationstraining
  • Ergotherapeutische Therapie für AD(H)S
  • Verhaltenstherapeutisches Training
  • Konzentrationstraining
  • Sozialkompetenztraining
  • Elternberatung Therapie begleitend
Spielgerät

Vieles passt zusammen, nicht nur beim Spielgerät.

Über Motivation zum Erfolg. Die angebotenen Aktivitäten sollen dem Kind sinn- und freudvolles selbständiges Handeln ermöglichen. Im Mittelpunkt steht das Kind mit seinen Störungen und Defiziten, vor allem aber mit seinen emotionalen, geistigen und körperlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten, den Ausgangspunkten für die therapeutische Entwicklung.

Mit speziellen Übungsmaterialien wie z.B. adaptierbare Schaukeln, Kletterwand, Trampolin, Rollbrett, handwerkliche Utensilien, kognitives Spielmaterial, fördert die Ergotherapeutin, dem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend, Kinder in der Einzel- und/oder Gruppentherapie oder in Psychomotorikgruppen.

In der therapiebegleitenden Beratung erfahren die Eltern Unterstützung im alltäglichen Umgang mit dem Kind.


Zielsetzungen der Ergotherapie:

  • Verbesserung der Tonusregulation, der Bewegungsabläufe und der Koordination
  • Verbesserung sensorischer Integrationsstörungen / Wahrnehmungsdefizite
  • Entwicklung der manuellen Geschicklichkeit
  • Entwicklung und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten wie z. B. Konzentration, Ausdauer,
    seriellen Leistungen, Handlungsplanung und Problemlösungsstrategien
  • Entwicklung und Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens, sozioemotionalen Kompetenzen
    und zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Entwicklung und Verbesserung des Selbstvertrauens und der Belastungsfähigkeit


Ein früher Therapiebeginn ist wichtig, um durch die Förderung weitere Entwicklungsschritte
zu erreichen und die aus den Defiziten resultierenden Probleme zu minimieren!

Hinweis auf die Heilmittelrichtlinien: Hier handelt es sich weitgehend um die Diagnosegruppe "EN1"














Auch auf den Blickwinkel kommt es an.

Ergotherapie für Erwachsene


Ergotherapie in der Neurologie und Orthopädie und bei psychischen Störungen

...auch die Hände gehören dazu.

Eine ergotherapeutische Behandlung ist angesagt, wenn sich Symptome zeigen, wie z.B.

  • Probleme bei Lähmungen und Bewegungseinschränkungen
  • Bestehende und zu erwartende Kontrakturen
  • Wenn die Handlungen im Alltag durch Kraftminderung
    und feinmotorische Defizite eingeschränkt sind.
  • Gleichgewichtsprobleme und Sturzgefahr
  • Einschränkungen von kognitiven Fähigkeiten, wie Gedächtnis, Merkfähigkeit, Orientierung
  • Sensorische Störungen


Folgende Erkrankungen können die Ursache sein:

  • Schlaganfall
  • Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Polyneuropathien
  • Tumore
  • Läsionen peripherer Nerven
  • Demenzerkrankungen
  • Chirurgische Orthopädische Erkrankungen der oberen Extremitäten


Das Ziel jeder ergotherapeutischen Behandlung ist es, ein Maximum an Lebensqualität zu sichern und eine größtmögliche Selbstständigkeit in allen Bereichen der persönlichen, häuslichen und beruflichen Lebensführung zu erreichen oder zu erhalten.

Dafür werden die Voraussetzungen im motorischen, kognitiven, sozialen und psychischen Bereich gefördert. Dabei sind für das therapeutische Vorgehen die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Patienten der Nährboden allen Handelns.

Die aktivierenden, handlungsorientierten Methoden finden unter Einsatz adaptierter Übungsmaterialien, handwerklicher Techniken, lebenspraktischer Übungen, sowie kognitivem Trainingsmaterial statt.

Um der Komplexität der unterschiedlichen Störungsbilder gerecht zu werden, wird mit folgenden Behandlungsansätzen und Methoden gearbeitet:

  • Neurophysiologische Behandlung nach Bobath
  • Kognitiv- therapeutische Übungen nach Perfetti
  • Spiegeltherapie
  • Konzentrations- und Hirnleistungstraining
  • Basale Stimulation
  • Motorisch funktionelle Behandlungen
  • Hilfsmittelberatung
  • Neurofeedback
  • Angehörigenberatung
Bewegung ist Wichtig

Bewegung ist wichtig.

Inhalt der ergotherapeutischen Behandlung:

  • Aufbau, Erhalt und Förderung physiologischer/funktioneller Bewegungen und Fertigkeiten z.B. Muskelkräftigung, Gelenkmobilisation, Kontrakturprophylaxe, Schulung der Bewegungskoordination,
    Grob- und Feinmotorik und Sensibilitätstraining. 
  • Wiederherstellung bzw. Herstellung einer differenzierten Tast-, Greif-, und Haltefunktion der Hand bei einer durch Verletzung, Erkrankung oder Fehlbildung entstandenen Schädigung.
  • Beratung und Erprobung von geeigneten Hilfsmitteln.
  • Erarbeiten von Handlungskompetenzen im Hinblick auf eine persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit. Z. B. Training von Alltagsaktivitäten und Selbsthilfetraining.
  • Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung unter Berücksichtigung der Situation des Patienten. Z. B. Verbesserung der Eigen- und Fremdwahrnehmung, Aufbau von sozialer Kompetenz, Selbstsicherheit und Erarbeiten von Kommunikationsmöglichkeiten.
  • Erhalten, Verbessern und/oder Unterstützen beim Wiedererlangen kognitiver Fähigkeiten z. B. Konzentration, Ausdauer, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Kurz- und Langzeitgedächtnis, Lese- Sinn-Verständnis.